INHALTSVERZEICHNIS

FISCH – BALD AUSVERKAUFT?

Die Lage vieler Fischbestände ist dramatisch: Viele sind erschöpft, viele von der industriellen Fischerei bis an ihre Grenzen ausgebeutet. Das trifft besonders Menschen in ärmeren Ländern, die von der traditio­nellen Fischerei vor ihren Küsten leben. Fangquoten und Schutzgebiete werden von der illegalen, nicht ge­meldeten und unregulierten Fischerei unterlaufen – sie ist für fast ein Drittel des globalen Fischfangs verantwortlich.

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HOFFNUNG AUS DER FISCHFARM?

Die Hälfte des Fischs, der auf den Tellern der Welt lan­det, stammt heute bereits aus der Aquakultur. Doch nicht nachhaltige Zucht entlastet den Wildfang nicht und sorgt für erhebliche Umweltbelastungen. Kann der steigende Bedarf an Fisch und Meeresfrüchten also gedeckt werden, ohne gravierende Umweltschä­den anzurichten?

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DÜNGER FÜR DIE TODESZONEN

Durch den enormen Einsatz von Kunstdünger und Gülle in der industrialisierten Landwirtschaft gelan­gen Unmengen von Nitraten und Phosphaten über Flüsse in die Küstengewässer und erzeugen dort star­kes Algenwachstum. Dadurch können riesige Todeszo­nen entstehen, in denen es keinen Sauerstoff und kein Leben mehr gibt.

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MÜLL UND GIFT IM MEER

Wir benutzen den Ozean als Müllkippe. Besonders die Küstengebiete sind davon betroffen. Die Quellen des Mülls sind vielfältig, die Auswirkungen auf die betrof­fenen Ökosysteme immens.

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DAS MIKROPLASTIKPROBLEM

Im Meer treibende Plastikteile sind nur das sichtbare Zeichen eines sehr viel größeren Problems. Denn nur 0,5 Prozent des Plastikmülls finden sich in den Müll­strudeln. Der Löwenanteil des Plastiks, das ins Meer gelangt, lagert sich am Tiefseeboden ab.

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VIELFALT UND EINFALT

Invasive Arten, die vor allem durch die internationale Seefahrt in fremde Ökosysteme gelangen, verdrängen einheimische Arten. Weitere Störfaktoren wie die Oze­anerwärmung schwächen zudem die Widerstands­kraft der Organismen gegen Umweltveränderungen. Besonders schmerzlich: Der Verlust genetischer Viel­falt ist nicht mehr rückgängig zu machen.

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DER OZEAN BREMST DEN KLIMAWANDEL

Ohne die klimaregulierende Funktion des Ozeans wäre unsere Welt eine andere – vor allem wäre sie wärmer. Der Ozean speichert Wärme und CO₂ in großen Men­gen und verlangsamt so den Klimawandel. Und damit auch seine Folgen – gut für uns. Doch der Ozean und seine Ökosysteme nehmen erheblichen Schaden.

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HERAUSFORDERUNG MEERESSPIEGEL

Die Meere erwärmen sich, der Meeresspiegel steigt – jedoch nicht überall im gleichen Maße. Gerade Inseln und Küstengebiete in der südlichen Hemisphäre sind besonders betroffen, viele werden schon heute von ihren Einwohnern verlassen. Doch das ist erst der Anfang – noch mehr Menschen könnten zur Flucht ge­zwungen werden.

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LEBEN IN DER RISIKOZONE

Die Mehrzahl der größten Metropolen der Welt liegt an Küsten, viele davon an Flussdeltas. Dort ist das Risiko, von Naturkatastrophen getroffen zu werden, besonders hoch. Dennoch hält der Boom der Mega­citys in Wasserlage unvermindert an – entsprechen­den Küstenschutz können sich aber nur reiche Staaten leisten.

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DIE ZUKUNFT WIRD SAURER

Die Meere versauern in einer erdhistorisch bislang un­bekannten Geschwindigkeit. Zu schnell für viele Orga­nismen, um sich noch anpassen zu können. Besonders kalkbildende Arten wie Muscheln, Schnecken und Ko­rallen sind betroffen – in saureren Gewässern fällt es ihnen schwer, ihre Schutzhüllen zu bilden. Aber auch der Nachwuchs von Fischen ist bedroht.

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AUSBEUTUNG UND SCHUTZGEBIETE

Die Idee, dass das Meer geschützt werden muss, ist jung. Schon unsere Ahnen betrieben bedenkenlos Raubbau, auch am Leben im Meer. In der Vergangen­heit ist ein Reichtum an Meeresleben verlorengegan­gen, den wir uns heute kaum noch vorstellen können. Erst in den letzten 30 Jahren hat die Fläche der Schutz­gebiete deutlich zugenommen – doch es ist immer noch nur ein Bruchteil der Gesamtfläche.

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WEM GEHÖRT DAS MEER?

Winzige, unbewohnte Inseln, die tausende Kilometer entfernt von ihrem Mutterland liegen, gewinnen heu­te geostrategischen Wert: Durch sie können Staaten ihr Einflussgebiet ausweiten. Voraussetzung ist die Lage auf einem kontinentalen Festlandsockel.

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WELTHUNGER NACH ROHSTOFFEN

Große Bergbauunternehmen greifen im Verbund mit Industriestaaten nach den Schätzen der Tiefsee. Welt­marktpreise und sinkende Akzeptanz für den Berg­bau an Land lassen das aufwändige Geschäft lukrativ werden. Der Beginn der Ausbeutung der bisher kaum berührten Tiefen droht, noch bevor die ökologischen und sozialen Folgen ausreichend erforscht sind.

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WO LIEGT DIE ZUKUNFT?

Erneuerbare Energie aus dem Meer macht vielen Hoff­nung: Hier könnte die Zukunft der Energieversorgung liegen. Es locken unerschlossene Vorkommen fossiler Brennstoffe, doch ihre Erschließung birgt Risiken – be­kannte wie bei der Förderung von Erdöl aus der Tiefsee und unbekannte wie beim Abbau von Methanhydrat.

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DAS MEER ALS KULISSE

Urlaub am und auf dem Wasser boomt. Die Kreuz­fahrtschiffe werden immer größer, immer mehr Küs­ten werden in Freizeitlandschaften verwandelt. Doch was bedeutet das für die Natur und für die Menschen, die die Urlaubs-Maschinerie am Laufen halten?

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WELTHANDEL UND PREISKAMPF

Die internationale Seefahrt ist der Motor der Welt­wirtschaft. Doch seit 2008 steckt sie in einer tiefen Krise: Frachtpreise sind ins Bodenlose gefallen und Reederei-Multis liefern sich einen Preiskampf, den nur wenige überstehen werden. Doch was geschieht mit den überflüssig gewordenen Riesenfrachtern?

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LEBEN MIT DEM MEER

Das Meer gibt uns vieles, wir sind für unser Leben auf es angewiesen. Wenn wir auch in Zukunft von seinen Gaben profitieren wollen, sollten wir unser Verhalten gegenüber dem großzügigen „aquatischen Kontinent“ ändern. Und nicht nur darum. Eine Übersicht.

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DIE WELT MUSS GEMEINSAM HANDELN: FÜR EINE NEUE GOVERNANCE DER OZEANE

Es gibt keine ganzheitlichen, der Komplexität der marinen Ökosysteme gerecht werdenden globa­len Strategien. Die Meere gehören zu den heute am wenigsten geschützten und verantwortungsvoll ver­walteten Gebieten der Erde. Das muss sich angesichts der Bedeutung der Meere schnell ändern.

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